Wahnsinn.

Wahnsinn.

Poahr treibst du mich in den Wahnsinn!

Das hab ich tatsächlich nur von Müttern bisher gehört. Ich könnte das kleine Wollknäuel gleichzeitig knutschen und aussperren. Das sähe nur komisch aus und die Nachbarn würden dann doch irgendwann mal klingeln. Was sie sonst nie tun. Das dürfte sich nach mir auch gern mal ändern, aber das ist eine andere Geschichte und wir sind ja auch immernoch „Zugezogene“.

Winnie ist nun etwas über ein halbes Jahr alt, bedeutet also das Wichtigste ist drin – Sitz, Platz, Bleib, Komm, Nein, Stopp, Hier, Such, Spring, Decke, das ist trainiert und überwiegend drin – wir kennen einander mittlerweile in allen möglichen Alltagssituationen. Und nun kommt also diese Pubertät daherschlawenzelt wie so ein fröhlicher Goldendoodle eben herumschlawenzelt. Fröhlich-frisch, aber eben auch aufdringlich-nervig. Da gibt es dann nichts als große Knopfaugen, wenn ich „Hier her!“ rufe. Da wird das schnöde Fressen plötzlich tagelang stehengelassen. Da wird jeder, aber auch alles auf mindestens 2 – bestenfalls aber eher 4 Beinen angesprungen und abgeschlabbert. Da wird am gemütlichen Fernsehabend so lange stoisch blickend auf und ab gelaufen und hektisch gehächelt, bis halt mal irgendjemand aufspringt und spielt oder streichelt oder sonst irgendwas macht, bloß nicht liegenbleiben.

Ich könnte sie abknuddeln und draußen stehen lassen. Im schnellen Wechsel hintereinander und ungefähr 34 mal am Tag. Ich möchte es keine Minute anders als genau so.