Mut.

Mut.

Ist man eigentlich mutig, wenn man auf seinem Lebensweg eine neue Richtung einschlägt? (Und wann weiß man, dass es tatsächlich eine neue Richtung ist?) Oder ist man einfach nur zu schwach, zu ängstlich oder gar faul, sich einer bevorstehenden Hürde zu stellen und wählt daher eine neue Richtung? Kann man mutig sein, wenn man sich einer Herausforderung nicht gestellt hat, indem man sich einer neuer stellt? Und wer kann überhaupt das Ausmaß der Entscheidung bewerten, sind das immer nur wir selbst? Ab wann ist man mutig? 

Natürlich sind es letztlich wir selbst, die Richtungen wählen und Routen gehen, Wege einschlagen und Wagnisse eingehen. Die Entscheidung für eine Änderung können nur wir allein treffen. Auch trägt ja jeder selbst die Konsequenzen dieser Entscheidungen. Doch kitzelt allzu oft der süße Duft der anerkennenden Lobpreisung. Trau dich was! Sei mutig!

Believe in yourself!

Und ist man nicht manchmal erst wer, wenn man sich etwas getraut hat?! Beeinflussen uns nicht auch immer unser engstes Umfeld, so viele Medien, unsere Kultur und erlebte Erziehung?!

Wirklich mutig ist man vielleicht erst, wenn man alle gewonnenen Eindrücke, anderen Meinungen, vielversprechenden Geschichten und wohlwollenden Ratschläge auf sich wirken lassen kann, diese für sich abwägen kann und wirklich freien Stückes seine eigene Entscheidung finden kann. Mut wird ohnehin meist in der bekannten Einheit > persönliche Wahrnehmung < gemessen.